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Henschel 16047/1918

Die Bagdadbahnbaulok 16047 wurde 1984 von der Utrillas Kohlenmine in Nordspanien nach England verkauft und kam ab 1987 bei der nordenglischen South Tyndale Railway in Alston/Cumbria wieder in Fahrt. Nach einer letzten Hauptuntersuchung in 2006 wurde die Lok jedoch 2017 nach Ablauf der Kesselfrist zum Verkauf ausgeschrieben. Das Frankfurter Feldbahnmuseum tauschte die Lok dort im Frühjahr 2018 gegen die teilzerlegte Cn2t 1958er Chranzow Dampflok LAS ein und wird sie nach Kesselabnahme wieder unter der internen der Nr. 9 in Betrieb nehmen und sie als Lok Nr. 125 des Bagdadbahnbaus präsentieren. 

Es handelt sich mit 11,5 to Leergewicht und 15 to Dienstgewicht und 280 mm Zylinderdurchmesser und 350 mm Hub bei 29,2 qm Heizfläche und mit 2,8 to Zugkraft mit um die schwersten und stärksten je in Deutschland auf 600 mm gebauten zweiachsigen Tenderdampfloks. Die Räder haben 70 cm Durchmesser. Die Loks verfügten als Besonderheit über ein Tropen-Führerhausdach und nichtsaugende Injektoren der Bauart Friedmann sowie Loklampen der Bauart Preußen I.  Der Radstand beträgt 1500 mm und die Länge über Puffer 5715 mm. 0,74 qm Rostfläche befeuern den Kessel und 1,6 cbm Wasser und 1,3 cbm Kohle ruhen in den Vorratskästen.

Noch ungeklärt ist, warum und wann bei zahlreichen Loks aus den diversen Serien die Sicherheitsventile vom Langkessel seitlich an den Dampfdom verlegt und die Kobel- in normale gusseiserne Schornsteine umgebaut wurden. Möglichweise wurde Teile der Loks von Henschel bereits mit diesen Bauartänderungen ausgeliefert. 
Henschel 16047 nach ihrer Ankunft in Frankfurt am 27.04.2018, Foto: Rüdiger Fach
Henschel 16047 nach ihrer Ankunft in Frankfurt am 27.04.2018, Foto: Rüdiger Fach
Quellen:
  • Text: Rüdiger Fach